Mehr Machen – Kandidatur als jugendpolitischer Sprecher für den Kreisvorstand von Die Linke Köln

Wir können so viel.

Bundestagswahl. Done.

Kommunalwahl. Done.

Neumitglieder. 3.000.

Dieser Kreisverband hat in den letzten Jahren enormes geleistet. Wir haben gezeigt, dass wir mobilisieren, Kampagnen auf die Straße bringen und Menschen begeistern können. Aber wir wissen auch: Wir können mehr. Viel mehr.

Ich kandidiere als jugendpolitischer Sprecher, weil ich möchte, dass wir 2026 den nächsten Schritt gehen. Wir müssen die Kraft und die Motivation, die in diesem Verband steckt, besser nutzen, Mitglieder aktivieren und junge Menschen wirklich erreichen.

Im letzten Jahr war ich Bundessprecher der linksjugend [’solid] und verantwortlich für die Bundestagswahlkampagne. In dieser Zeit hat sich die Mitgliederzahl unseres Verbandes mehr als verdoppelt. Für die Kommunalwahl habe ich die grafischen Linien und Kommunikationsleitlinien entwickelt und gemeinsam mit der Wahlkampfleitung eine neue Art der Kampagne erprobt: den Dreischritt Wut – Hoffnung – Aktion, um Klassenfragen klarzustellen und die Menschen aktiv einzubinden. Wir haben gezeigt, dass wir eine klassenkämpferische Partei aufbauen können, die sowohl emotionale Resonanz erzeugt als auch praktische Handlungsmöglichkeiten anbietet. Für uns heißt es jetzt nach diesem Jahr der Wahlen in die Zukunft zu schauen.

Betriebsarbeit ist dabei der Schlüssel.

Wir dürfen nicht nur zuschauen, wenn Konflikte entstehen – wir müssen präsent sein, wo Menschen arbeiten, kämpfen und ausgebeutet werden: in Betrieben, Ausbildungsstätten, Lieferdiensten, Pflege und Handel. Azubis und Beschäftigte wollen wir vernetzen, sie unterstützen, in politische Kämpfe einbinden und gemeinsam organisieren. Solidarität heißt: praktisch, sichtbar, verbindend.

Wir müssen mehr sein als ein Wahlverein. Eine sozialistische Partei zu sein bedeutet, kleine Verbesserungen im Hier und Jetzt zu erkämpfen, dabei aber den großen Wandel im Blick zu behalten. Menschen sollen uns nicht nur als politische Organisation wahrnehmen, sondern als Ort, an dem sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen können.

Als Kreisverband haben wir uns im letzten Jahr mehr als verdreifacht. Wir haben es jedoch noch nicht geschafft, diese Mitgliedschaft in echte Aktivität umzuwandeln. Insbesondere bei der Kommunalwahl zeigte sich, dass wir trotz neuer Mitglieder kaum mehr Aktivität erzeugen konnten. Wir müssen Strukturen so weiterentwickeln, dass Engagement niedrigschwellig, sinnvoll und strategisch eingebettet ist. Dazu gehören:

  • Einsteiger:innenfreundliche Onboarding-Formate und Grundlagenbildung, die Theorie und Praxis verbinden.
  • Klar definierte Rollen, schlanke Teams und Projekte, die in eine gemeinsame Strategie eingebettet sind.
  • Regelmäßige Evaluation und Anpassung der Strukturen, um sicherzustellen, dass Engagement möglich und wirksam ist.

Gesellschaft organisieren und den Alltag nützlich gestalten.

Unsere Arbeit muss kontinuierlich und spürbar sein: Sozialberatung, Heizkostenkampagnen, Stadtteilfeste, Haustürgespräche – all das sind Elemente, die Vertrauen schaffen und Solidarität praktisch erfahrbar machen. Gleichzeitig verbinden wir diese Arbeit mit politischen Kämpfen, um die Menschen in ihrem Alltag zu stärken und langfristig an unsere Partei zu binden.

Unsere Politik muss die ökonomischen Interessen der Menschen in den Mittelpunkt stellen. Wir müssen zeigen, dass wir die Alltagsprobleme aller verstehen – ob im Supermarkt, in der Fabrik, in der Pflege oder im Studium – und dass wir Lösungen gemeinsam erkämpfen können. Klassenfragen sind der rote Faden unserer politischen Arbeit und müssen in allen Fachbereichen sichtbar werden.

Liebe Genossinnen und Genossen, ich kandidiere nicht, um ein Amt zu besetzen. Ich kandidiere, weil ich möchte, dass unser Kreisverband zu einem Ort wird, an dem wir aktiv werden, Hoffnung geben und gemeinsam kämpfen.

Lasst uns 2026 mehr machen – Betriebsarbeit, solidarische Praxis, Strukturreform und klassenkämpferische Politik.

Solidarische Grüße

Nikolai Arnaudov